“Warum fallen mir Restdays  eigentlich so verdammt schwer?” Eine Analyse aus  Sicht einer  Eportpsychologie-Studentin

“Warum fallen mir Restdays eigentlich so verdammt schwer?” Eine Analyse aus Sicht einer Eportpsychologie-Studentin

Es begegnet mir im Coaching immer wieder: die „Angst“ vor dem Restday oder Trainingspause ist sehr weit verbreitet- vor allem bei Athletinnen (meine Erfahrung).

Doch woran liegt es? Hier kommt meine Analyse als Sportpsychologie-Studentin. 

Identität & Selbstwert

Viele Leistungssportler:innen entwickeln früh eine einseitige Identität. Sie definieren sich nur über messbare Ergebnisse; gut ist nur, wer gewinnt. Unterbewusst entsteht das Selbstbild „Ich bin nur etwas wert, wenn ich Leistung bringe“. Andere Werte der Selbstidentität werden nahezu ausgeblendet; der/ die Athlet:in reduziert sich nur auf die Leistung. Im Falle einer Verletzung (=”ausbleibende Leistung”) kann es zu einer Krise kommen.

Angst vor Leistungsverlust

Der Irrglaube, dass der Körper nur unter (harter) Belastung wächst, ist immer noch fest verankert. Dabei benötigt der Körper genauso Pausen wie Training, um über sein Ausgangsniveau hinaus zu wachsen (=Superkompensation). Beides muss im Sinne der Belastungssteuerung aufeinander abgestimmt sein.

“FOMO” und sozialer Vergleich

“Alle anderen trainieren ja auch”. Das ist der Satz, den ich in dem Zusammenhang am häufigsten höre. Der Gedanke, Pause zu machen, während andere ihr Training absolvieren, führt zu innrer Unruhe. Zu groß ist die Angst, abgehängt zu werden. Hab im Kopf, dass Social Media kein Abbild der Realität ist.

Wegfall der Stressregulation bzw. eines Kompensationsmechanismus

“Dann muss ich mich ja mit mir und meinen Gedanken beschäftigen, wenn ich zuhause auf der Couch sitze.” Ein sehr bedenklicher Satz, der aber bei vielen den kern trifft. Sport dient oft als Ventil für Stress, Emotionen und Alltagsdruck. Fällt dieses Ventil weg, kommen unruhige Gedanken oder sogar Angst an die Oberfläche.

Sportpause = Entzug?

Regelmäßiges Training sorgt für einen konstanten Botenstoff-Mix im Gehirn. Fehlt der gewohnte Reiz, kann sich das wie ein emotionales Tief anfühlen. Manche Menschen fühlen sich dann als wären sie auf Endorphin-Entzug.

Du hast Dich in manchen oder allen Punkten wiedererkannt? Ich unterstütze Dich in meinem 10 Wochen-Programm Sportmentaltraining dabei, ein ausbalanciertes Verhältnis zwischen Anspruch und Überlastung zu erreichen. 

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