Verletzungsprävention im Sport: 1 Tag vs. 365 Tage Pause?

Verletzungsprävention im Sport: 1 Tag vs. 365 Tage Pause?

Wenn ich Dich frage, ob Du lieber 1 Tag Pause machst oder 365 Tage im Falle eines Kreuzbandrisses, ist die Antwort glaube ich klar.

Doch warum entscheiden sich viele Athlet:innen dann doch dagegen?

Pause werden im täglichen „Hustle“ immer noch oft als Schwäche gesehen.

Wir alle kennen diesen inneren Kampf. Du fühlst ein leichtes Ziehen, die Gelenke zwicken oder du bist einfach mental völlig am Ende. 

Aber die Stimme in Deinem Kopf sagt: „Zieh durch. Wenn Du heute aussetzt, bist Du schwach. Die Konkurrenz schläft nicht.“

Hier ist die Realität, die Dir keiner sagt:

Es braucht viel mehr Disziplin, einen Tag geplant auszusetzen, als sich verletzt durch ein schlechtes Training zu quälen.

Ein Tag Pause ist kein Rückschritt. Es ist manchmal genau die etwas längere Pause, die Dich dann wieder durchstarten lässt. Wenn Du aber die Warnsignale Deines Körpers ignorierst, entscheidest Du Dich aktiv gegen Deine Fortschritte. Das ist meine ehrliche Meinung als Sportmentaltrainerin und Expertin für Verletzungsprävention.

Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach:

  • Option A: Du nimmst Dir heute 24 Stunden Ruhe. Morgen kommst Du mit 100% Energie zurück und steigerst Deine Intensität.
  • Option B: Du ignorierst den Schmerz und/ oder Deine Müdigkeit. Du riskierst eine Entzündung oder einen Riss, der Dich 3, 6 oder sogar 12 Monate komplett aus dem Spiel nimmt.


In einem Jahr wirst Du Dich nicht mehr an das Training erinnern, das Du heute verpasst hast. Aber Du wirst Dich definitiv an die Verletzung erinnern, die Dich ein halbes Jahr Fortschritt gekostet hat.

Es gibt keine pauschale Antwort, wann man das Training skippt oder (angepasst) durchzieht. 

Das ist immer individuell und sollte in enger Abstimmung mit Deinem Coach (im besten Fall mir ;-)) erfolgen.

Was viele vergessen: das Training ist die Grundlage, dass Du stärker wirst; tatsächlich passiert es aber in der Zeit dazwischen. Ein geplanter Deload ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Intelligenz.

Fazit: Verletzungsprävention ist vielleicht nicht so „sexy“ wie ein neuer PR auf der Bank, aber sie ist das Einzige, was dir ermöglicht, auch in 5, 10 oder 20 Jahren noch diesen Sport zu lieben.

Sei klug: Trainiere hart, aber trainiere nachhaltig.

 

Mentale Stärke - damit Training nachhaltig wirkt.


 

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