Mein Zyklus: vom Feind zum Wegbegleiter

Mein Zyklus: vom Feind zum Wegbegleiter

Endlich habe ich meinen Frieden gefunden. 

Mein Zyklus war die letzten Jahren ein Krampf - wortwörtlich. “Naja gehört halt dazu, an Tag 2 der Periode regelmäßig mal 1-2 Schmerztabletten zu nehmen”, dachte ich total lange. Was für ein Schwachsinn weiß ich heute.

Jahrelang dachte ich, mein Körper müsse einfach nur funktionieren. Häufige Flüge & Jetlag? „Einfach durchziehen.“ Dauerstress & Zeitdruck im Job? „Ist halt eine Phase.“ Hohe Verantwortung? „Keine Schwäche zeigen in einem männerdominierten Job.“

Mein Zyklus? War für mich nur ein lästiges Hintergrundrauschen. Mit den Zyklusbeschwerden hat mein Körper längst rebelliert. Zwar hatte ich einen sehr regelmäßigen Zyklus, aber immer mit Symptomen. PMS und Wassereinlagerungen waren Standard. Wenig hat geholfen. Dabei dachte ich, dass ich mit Schlaf, Ernährung und Training sehr viel richtig mache.

Fast vier Jahre lang hatte ich ein sehr unregelmäßiges Berufsleben: Flüge durch Zeitzonen, Klimawechsel, viel Druck und Verantwortung gehörten für mich einfach zum Alltag. Dazu natürlich noch 4-5 Trainingseinheiten pro Woche, parallel meine Selbstständigkeit angefangen aufzubauen.

Dabei habe ich völlig übersehen, was ich meinem Körper – und speziell meinem Zyklus – damit antue. Zum Teil heftige Krämpfe während der Periode waren die Folge; Schmerztabletten musste ich während der Periode griffbereit haben. Wassereinlagerungen und PMS hatte ich auch jedes Mal, soweit ich mich erinnern kann.

Wenn wir chronisch unter Strom stehen, schaltet das Gehirn auf „Überleben“. Hormone wie Progesteron bleiben auf der Strecke, die innere Uhr gerät durch Jetlag komplett ins Schleudern und der Eisprung wird einfach nach hinten verschoben. Erst als ich zurück nach Deutschland kam, hat sich alles wieder eingependelt.

Schon im zweiten Zyklus hatte ich keine Schmerzen mehr und habe auch seitdem keine Tablette mehr gebraucht. Ein Meilenstein!

Heute weiß ich: Der schmerzhafte Zyklus hat widergespiegelt, was ich im Herzen längst wusste. Ich muss etwas ändern; so kann es nicht weitergehen. Notbremse ziehen war angesagt. Ich habe gelernt, auf diesen Kompass zu hören. Und genau das hat mir meinen inneren Frieden zurückgegeben. 

Mein Fazit für Dich: Du kannst deinen Körper nicht „gesund therapieren“, während du in einer Situation bleibst, die dich leiden lässt oder krank macht. Manchmal ist die beste Medizin eine mutige Entscheidung für dein eigenes Wohlbefinden. Dein Körper kommuniziert mit Dir und sagt, ob gerade alles passt. Bitte hör ihm auch aufmerksam zu.

Wie geht es dir aktuell mit deinem Zyklus? Spürst du Stress sofort an deinem Hormonhaushalt? Schreib es mir gerne.

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