Keine Lust auf Training? Deine Strategien gegen den inneren Schweinehund
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Ehrlichkeit währt am längsten: Heute hatte ich absolut keine Lust auf Training.
Ja, richtig gelesen. Auch mir als Sportmentaltrainerin passiert das. Und weißt Du was? Das ist völlig okay. Es gibt Tage, da signalisiert uns der Körper durch Müdigkeit oder Abgeschlagenheit, dass eine Pause die smartere Wahl ist. Regeneration ist schließlich auch Training.
Doch heute war es anders. Es war kein körperliches Warnsignal, sondern schlichtweg eine allgemeine Unlust. Damit Du beim nächsten Mal nicht kampflos aufgibst, teile ich hier meine persönlichen Strategien, die mich heute doch noch an die Hantel gebracht haben:
Der Kalender-Trick: Verbindlichkeit schaffen
Ich behandle mein Training nicht wie eine Option, sondern wie einen Geschäftstermin. Ich habe mir einen Wecker gestellt und mich von meinem Kalender erinnern lassen. Mentaler Benefit: Sobald es schwarz auf weiß im Kalender steht, sinkt die Hemmschwelle für Ausreden. Dein Gehirn schaltet vom „Soll ich?“ in den „Ich mache.“-Modus.
Anker setzen mit der richtigen Playlist
Musik ist einer der schnellsten Wege, um unseren emotionalen Zustand zu verändern. Bei mir ist es in 9 von 10 Fällen Dua Lipa. Die Beats versetzen mich sofort in eine positive Stimmung. Mein Tipp: Such dir einen „Power-Artist“, den du nur mit Bewegung verbindest.
Die Magie der Teilziele
Der Gedanke an meinen 90-Minuten-Plan war mir heute zu viel. Also habe ich einen Deal mit mir gemacht: „Ich fange erst mal an.“ Meistens kommt man nach den ersten 10 Minuten in den Flow. Wenn man dann einmal warm ist, fällt das Weitermachen leicht. Der schwerste Schritt ist immer der über die Gym-Schwelle ;-)
Ego beiseite: Tempo anpassen statt Abbruch
Statt stur durchzuziehen, habe ich heute ein ruhigeres Tempo gewählt. Auf dem Ergometer habe ich dann zwar zügig gearbeitet, aber ohne den Druck, einen Rekorde aufstellen zu müssen. Manchmal ist es sinnvoll, die Gewichte zu reduzieren, um Überforderung oder Verletzungen zu vermeiden. Denk dran: Du machst das nur für Dich, nicht für Dein Ego.
Fazit: Konsistenz schlägt Intensität. Es muss nicht jedes Training das „beste aller Zeiten“ sein. Es reicht oft schon, einfach aufzukreuzen.
Mentale Stärke - damit Training nachhaltig wirkt.